Impressionen
Gegenwart und Geschichte

Im Jahr 1932 mit seinen äußeren und inneren Nöten - insbesondere der Arbeitslosigkeit - beschloss Pfarrer Franz Füssl (1904 - 1990) zusammen mit einigen Jugendlichen das Leben, Leiden, Tod und Auferstehen des Erlösers Jesus Christus darzustellen. Die Text-grundlage lieferte Hofrat Prof. Josef Neumair (1877 - 1960), der Direktor der Lehrerbildungsanstalt in Wien und Präsident des Österreichischen Bundesverlages. Der Passionsspieltext wurde im Laufe der Zeit immer wieder überarbeitet und durch Regisseur Rainer Holzbauer zuletzt dem heutigen Sprachgefühl angepasst.

Um das „Licht des Heiles“ weiterzugeben, bedienen wir uns im Spiel der Mittel des Theaters, um das Evangelium erlebbar zu machen. Eine besondere Rolle übernimmt dabei die Musik von Herbert Pichler nach Texten von Josef Dirnbeck aus dem Jahr 2000.

Das heutige Passionsspielhaus wurde nach Plänen des Theaterarchitekten DI. Dr. Alexander Schuster in den Jahren 1957 bis 1959 erbaut und zeichnet sich durch gute Sicht und hervorragende natürliche Akustik aus.

Das ursprüngliche Ziel, mit den Grundmomenten des christlichen Glaubens für das Leben Mut zu machen, ist den Passionsspielen bis heute geblieben. Was klein begonnen hat, ist zu einer Spielergemeinschaft von etwa 500 Personen aller Altersstufen angewachsen, die sich (seit 1975 im 5-Jahresrhythmus) für Proben und Aufführungen etwa ein Jahr lang zur Verfügung stellen. Von Anfang an bis heute haben sich alle Mitwirkenden verpflichtet ohne jedes Entgelt mitzumachen.

Dem sozialen Gedanken folgend unterstützen wir aus den Einnahmen soziale Einrichtungen und Projekte.

Neben zahlreichen Auszeichnungen sind die Passionsspiele Kirchschlag auch Träger des Niederösterreichischen Kulturpreises 2005.

 
 

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